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Lese-Tipp!

 

Die großen Streiks

Episoden aus dem Klassenkampf

Holger Marcks und Matthias Seiffert (Hg.)

Die großen Streiks umfasst eine Reihe von bedeutenden und kämpferischen Streiks des 20. Jahrhunderts, die weitgehend in Vergessenheit geraten sind. Vom einfachen Lohnkampf bis zum Generalstreik, vom Erfolg auf ganzer Linie bis zum totalen Fiasko.

Alle AutorInnen sind entweder aktive GewerkschafterInnen (SyndikalistInnen), Angehörige der libertären Bewegung oder stehen dieser nahe. Die in den jeweiligen Beiträgen gelieferte Perspektive baut somit unmittelbar auf deren praktischen und theoretischen (Erfahrungs-)Horizont auf. Weiterlesen...

 

News von FAU.org

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Die Freie ArbeiterInnen Union (FAU-IAA) ist eine anarcho-syndikalistische Gewerkschaft. Wir kaempfen mit Streiks und anderen Mitteln der direkten Aktion fuer ein besseres Leben und eine Welt ohne Bosse, Ausbeutung und Grenzen.
Aktualisiert: vor 3 Wochen 3 Tage

Tell it like it is – Interview mit zwei Militanten aus den Amper Kliniken in Dachau

Sa, 08/11/2008 - 09:13
Vor über einem Jahr rüttelte ein Arbeitskampf an den Amper Kliniken in Dachau die Öffentlichkeit der beschaulichen Kleinstadt vor den Toren Münchens auf. Im Sommer/Herbst 2007 waren die miesen Arbeitsbedingungen wochenlang Thema in diversen Lokalzeitungen der Kreisstadt. Vielen Menschen in Dachau dämmerte spätestens zu diesem Zeitpunkt, dass die Privatisierung der Kreiskliniken Dachau/Indersdorf im Jahr 2001 ziemlich negative Folgeerscheinungen nach sich gezogen haben. Dies gilt sowohl fur die Klinikbeschäftigten – die unter Personalreduzierungen, billiger Leiharbeit und schlechteren Arbeitsbedingungen zu leiden haben – als auch für Patientinnen, die zunehmend über eine schlechtere Versorgung klagen. Die Lokalzeitung der FAU München, die «Direkte Aktion München», führte dazu ein Interview mit zwei Betriebsmilitanten.

Aktionen gegen die Jobmesse Kiel

Fr, 07/11/2008 - 17:11
Die job-messe deutschland-Tour machte in diesem Jahr zum ersten Mal auch in Kiel Station. (Berichte von bereits gelaufenen Aktionen gegen Jobmessen finden sich bei Labournet). Etwa 12 FAUistas aus Kiel, Flensburg und Bad Segeberg waren am 1. November auf dem Messegelände vor Ort und haben auf die rasante Ausbreitung von Leiharbeits- und Niedriglohnjobs aufmerksam gemacht. Der bebilderte Artikel ist bei Indymedia abrufbar.

Die Pest der Gegenwart - Wirtschaftskrisen können menschliche Existenzen tilgen, nicht aber den Kapitalismus

So, 02/11/2008 - 11:40
aus der DA 190 Wirtschaftskrisen betrachtet man heute, „wie man in vergangenen Jahrhunderten Pestilenzen, Hungersnöte und Mongolenüberfalle betrachtete“, schrieb einst B. Traven. Und weil solche Katastrophenszenarien das Maß des Menschlichen übersteigen, wirken sie für viele irreal, wie eine absurde Episode, die schnell vergehen werde. So urteilte zumindest Albert Camus über derartige Heimsuchungen, denen die Menschen stets unvorbereitet gegenüber stünden, zu übermenschlich scheinen die dahinter liegenden Kräfte. Viele dieser Prozesse sind tatsächlich sinnlich kaum zu fassen. Wenn in wenigen Tagen mehrere Billionen Dollar Börsenwert vernichtet werden und in Simbabwe die Inflationsrate auf über 500 Milliarden Prozent steigt – was mag das anderes bewirken als ein großes Staunen. Selbst das Wörtchen „Staatsbankrott“ ist nichts als eine abstrakte Vorstellung. Für alle greifbar dagegen sind die ganz konkreten etwaigen Folgen einer Krise: wenn das Geld in der Hand zerrinnt, Produktion und Konsum zusammenbrechen, Einkommensquellen versiegen und Nahrungsmittel zur Rarität werden. Das Schreckgespenst der Wirtschaftskrise von 1929ff ist allen bekannt. Sicher, hier in der Metropole bekommen wir das diesmal noch nicht so recht zu spüren. In der Peripherie ist das schon ganz real. Man denke nur an die Hungerspirale, die zu Beginn der jetzigen Krise mit den Folgen der Immobilienpleite drastisch angeheizt wurde.

Direkte Aktion 190 (November/Dezember 2008) erschienen

Sa, 01/11/2008 - 12:03
Die neue Ausgabe des anarchosyndikalistischen Fachblattes für Klassenkampf, Streik, Kultur und Kreuzworträtsel gibt es jetzt im gut sortierten Fachhandel und natürlich per Post (Abonnement). Hier kannst du die DA abonnieren oder erst einmal ein Probeheft bestellen.

Herzlich willkommen, liebe LeserInnen der ZEIT!

Fr, 31/10/2008 - 23:31
Wenn Sie diese Zeilen lesen, ist es Ihnen gelungen, schließlich dort zu landen, wo Sie offensichtlich hinwollten, nämlich auf den Seiten der für diese Region des Globus zuständigen „syndikalistischen Schattengewerkschaften“. Wir müssen Sie allerdings noch ein wenig vertrösten, die im Beitrag „Deutschlands Weg zur Revolution“ angekündigten Internetportale sind für Sie aktuell noch nicht erreichbar. Wir sind, wie man bei der ZEIT zu Recht vermutet, derzeit noch zu sehr mit der Koordination der Arbeitskämpfe beschäftigt. Aber schauen Sie sich ruhig schon mal ein wenig um und lassen Sie sich inspirieren. Sie werden sicherlich verstehen, dass der kleine Revolutionsfahrplan der ZEIT nur dann so wirklich funktioniert, wenn alle etwas weniger jammern und sich stattdessen mehr organisieren. Aber immerhin, wir arbeiten daran, machen Sie einfach mit!

Die Pseudo-Gewerkschaft GNBZ ist keine Gewerkschaft

Do, 30/10/2008 - 18:51
Die GNBZ ist keine Gewerkschaft. Das hat das Kölner Arbeitsgericht heute entschieden. Auch zu dem Zeitpunkt, als die "Gewerkschaft der neuen Brief- und Zustelldienste" (GNBZ) Tarifverträge abschloss, sei sie nicht tariffähig gewesen. Das Gericht hielt die für den Status von "Gewerkschaften" notwendige Unabhängigkeit von der Arbeitgeberseite bei der GNBZ für nicht gegeben. Merkwürdigkeiten in der Satzung und Verflechtungen im Vorstand, sowie "erhebliche finanzielle Zuwendungen der Arbeitgeberseite" ließen diese Schlussfolgerung zu. Als "Zweck und Aufgaben" der GNBZ steht in der Satzung an erster Stelle "die Mitwirkung am Wohl der privaten Brief- und Zeitungszustellunternehmen". Das Gericht machte klar, dass eine Organisation mit diesem Ziel keine Gewerkschaft im Sinne des Artikels 9 des Grundgesetzes sein kann. (Az.: 14 BV 324/08)

Europaparlament verabschiedet Leiharbeitsrichtlinie

Do, 30/10/2008 - 18:30
Am 22. Oktober wurde mit der "Zeitarbeitsrichtlinie" der erste Teil der neuen EU Arbeitsregelungen vom Europaparlament beschlossen. Die "Arbeitszeitrichtlinie", die die Einführung der 65-Stundenwoche bedeutet, soll in den nächsten Wochen folgen. Beide Richtlinien seien zum Schutz der ArbeiterInnen und ihrer Gesundheit gemacht. LeiharbeiterInnen sollen vom ersten Tag an grundsätzlich die gleichen Rechte in den Betrieben bekommen wie die fest angestellten KollegInnen. Diese Gleichstellung kann verhindert werden, wenn willige Gewerkschaften mit den Bossen Verschlechterungen durch einen Tarifvertrag vereinbaren.

Buchtipp und Rundreise: FAU – Die ersten 30 Jahre

Mi, 15/10/2008 - 22:46
Als im Jahre 2004 eine Welle von Montagsdemonstrationen gegen die sogenannte Agenda 2010 und die unsozialen Hartz-Gesetze die Republik aufrüttelte, war in den bürgerlichen Massenmedien immer wieder von einer Organisation die Rede, die angeblich »Unfrieden stiften« würde. Der Name dieser Unruhestifter lautete: FAU. Was verbirgt sich hinter diesen drei Buchstaben? Ganz einfach eine wenig bekannte und kleine Basisgewerkschaft, deren Geschichte und Gegenwart in diesem Buch kenntnisreich und illustriert dargestellt wird: Was 1977 unter dem Namen Initiative Freie Arbeiter Union (I-FAU) als verwegenes, ja fast aussichtsloses Unterfangen begann, entwickelte sich in der Folge zur einzigen libertären Organisation in der BRD, die heute noch bundesweit aktiv ist. Dabei beziehen sich die Militanten der FAU auf die libertäre Tendenz in der internationalen Arbeiterbewegung – auf eine Tradition also, die von Anfang an in der organisierten proletarischen Bewegung rund um den Globus präsent und zeitweise sogar mehrheitsfähig war. In ihrem Eintreten für die Abschaffung von Herrschaft sowie die Überwindung kapitalistischer Ausbeutung, orientieren sich die FAU-GewerkschafterInnen am Konzept des Klassenkampfes und der alten proletarischen Losung, dass die Befreiung der ArbeiterInnen nur das Werk der ArbeiterInnen selbst sein kann. Zum Buch bieten wir Veranstaltungen an. Bei Interesse wendet euch bitte an Syndikat-A (Tel./Fax 02841 537316).

Freiheit für Kazuhisa Omori! - Wir haben dich nicht vergessen!

Di, 14/10/2008 - 10:53
Seit den 1980er Jahren berichtet die FAU-IAA immer wieder über den japanischen libertären Sozialisten Kazuhisa Omori. Seit dem 10. August 1976 saß dieser im Gefängnis von Sapporo. Er wurde beschuldigt am 2. März 1976 eine Bombe in ein Regierungsbüro auf Hokkaido gelegt zu haben, durch die zwei Menschen getötet wurden. In erster Instanz fällte ein Gericht im März 1983 das Todesurteil gegen Kazuhisa Omori. Kazuhisa Omori war Aktivist der Ainu-Minderheit, den UreinwohnerInnen von Hokkaido. In Japan setzten sich mehrere, untereinander zerstrittene Solidaritätsgruppen für den verurteilten Anarchisten ein. Eine internationale Pressekampagne "Free Omori" erreichte den Aufschub der Hinrichtung und ermöglichte so eine Wiederaufnahme des Verfahrens.

Veranstaltungen zur Frankfurter Buchmesse

Mo, 13/10/2008 - 18:34
Jedes Jahr wird auf der Frankfurter Buchmesse tonnenweise frisch bedrucktes Papier präsentiert. Der Initiativkreis »GEGEN BUCH MASSE« will linken Autor­Innen und Verlagen ein Forum für kritische Gedanken bieten. Auch Verlage aus dem Umfeld der FAU nehmen mit Lesungen teil. Das Programm 2008 gibt es als PDF Download: gegenbuchmasse2008_screen.pdf Initiativkreis »GEGEN BUCH MASSE« Eintritt zu allen Buchvorstellungen frei! Spenden schärfstens erwünscht! info[a]gegenbuchmasse.de

SyndiKal 2009 Taschenkalender erscheint

Fr, 15/08/2008 - 05:00
In Kürze erscheint der 'SyndiKal - Taschenkalender für das Ende der Lohnarbeit'. Der 192 Seiten umfassende kleine und handliche 'kollekive Organisator' richtet sich an alle, die täglich gegen die Zumutungen des kapitalistischen Systems und des Zwangs zur Lohnarbeit kämpfen.

Sevilla: CNT-Genossin Rosa Pazos in ihrem Haus ermordet

Sa, 02/08/2008 - 10:46
Am 11. Juli wurde die Anarchistin und transsexuelle Aktivistin aus Sevilla, Rosa Pazos, erstochen. In Erwartung weiterer Informationen über das Geschehene wollen wir, ihre GenossInnen, folgendes mitteilen: Rosa war eine von den Militanten, die die CNT liebte. Sie kam in das Gewerkschaftslokal und fing still an, Arbeiten zu erledigen. Sie putzte, räumte auf, malte Transpis..., sie war immer hilfsbereit. Sie steckte so viel mehr Liebe in ihre Arbeit als viele andere von uns.

Kassiererin streikt: Kaiser's kündigt

Mi, 30/07/2008 - 19:31
Kundgebung gegen Repression und Schikanen vor der Kaiser's-Filiale Hauptstr. 9-10 am Do. 31.07.08 um 17:00 Uhr in Berlin-Hohenschönhausen (Tram M5, M17, 27; Bus 256: Hauptstr./Rhinstr.) Barbara E., genannt Emmely, folgte nach einschüchternden Einzelgesprächen einer Kaiser's-Distriktmanagerin mit den Streikenden der Filiale als einzige weiterhin dem Streikaufruf von ver.di. Danach kündigte Kaiser's ihr fristlos auf Grund des Verdachts zwei Pfandbons zu insgesamt 1,30 Euro falsch abgerechnet zu haben. Emmely sagt: "Das ist nicht wahr."

Politische Kündigungen bei Werkstatt Frankfurt erfolgreich abgewehrt!

Mo, 28/07/2008 - 14:18
In einem außerordentlichen Kündigungsschutz-Prozess haben zwei ver.di Mitglieder und Betriebsräte bei Werkstatt Frankfurt e.V. in der ersten Instanz gewonnen. Ihnen war wegen ihres Verhaltens fristlos gekündigt worden. In einem Schreiben wird mitgeteilt, "Unsere Kollegin Angelika und unser Kollege Christoph haben nun in erster Instanz ihre Kündigungsschutzprozesse gewonnen und das Recht verteidigt, sich kritisch im Rahmen einer öffentlichen Wahlkampfveranstaltung sowie einer Veranstaltung des DGB-Hessen zu äußern...

Unbezahlte Arbeit nicht hinnehmen - Eine Kampagne will Strategien kollektiver Gegenwehr ausloten

So, 20/07/2008 - 01:39
Die Kampagne „Keine Arbeit ohne Lohn“ widmet sich der Organisierung von Praktikanten „Schuftest Du oder verdienst Du schon?“ Diese Frage stellen sich immer mehr Menschen, die sich von einem un- oder schlecht bezahlten Praktikum zum nächsten hangeln. Als Generation Praktikum sind sie schon in die Literatur und das Feuilleton eingegangen. Für Matthias Schneider vermittelt der Begriff allerdings die falsche Vorstellung, dass davon vor allem junge Leute im Kulturbereich betroffen seien. Besonders im Bereich der Gastronomie und dem Einzelhandel aber auch im Verlagswesen nehme die unbezahlte Arbeit in Form von Praktika und Probeschichten zu, so Schneider. So habe beispielsweise die Kunstbedarfskette Boesner Ende 2006 und Mitte 2007 auf seiner Internetseite Stellen im Verkaufsbereich ausgeschrieben. Jobsuchende, die sich daraufhin beworben hatten, seien zu einer zweitägigen Probearbeit ohne Lohn im Verkaufsbereich eingeladen worden. Doch am Ende winkte nicht die begehrte Festanstellung sondern das Angebot einer Teilzeitstelle auf 400 Euro Basis.